Mieterwechsel ohne lange Leerstandszeit
Ein Mieterwechsel ist für Hausverwaltungen und Vermieter Routine und trotzdem jedes Mal eine Kette von Aufgaben: Kündigung bestätigen, Übergabetermin vereinbaren, Wohnung abnehmen, Schäden festhalten, Kaution prüfen, Handwerker beauftragen, Reinigung bestellen, Besichtigungen planen, neuen Mietvertrag vorbereiten. Jede Lücke zwischen diesen Schritten verlängert den Leerstand.
Wir übernehmen den technischen Teil dieser Kette in einem Ablauf: Wohnungsübergabe mit Protokoll und Fotos, Räumung zurückgelassener Gegenstände, Malerarbeiten, Silikon, kleine Reparaturen an Türen, Leisten und Böden, Endreinigung und Übergabe an die Verwaltung. Malermäßig ist eine leere Wohnung in üblichem Zustand nach fünf Werktagen wieder vermietbar.
Für Verwaltungen mit regelmäßigen Mieterwechseln arbeiten wir im Rahmenvertrag mit Festpreisen pro Wohnungstyp. Dann reicht ein kurzer Auftrag, und die Wohnung läuft durch denselben Ablauf wie die vorige.
Leerstandskosten: was jede Woche ohne Mieter kostet
Leerstand ist der teuerste Teil jedes Mieterwechsels, auch wenn er in keiner Handwerkerrechnung auftaucht. Solange eine Wohnung leer steht, fällt keine Miete an, und die Betriebskosten für Heizung, Wasser, Müll, Versicherung und Hausmeister trägt der Eigentümer selbst. Bei einer Berliner Wohnung mit einer Nettokaltmiete von 800 € fehlen pro Woche rund 185 € Miete, dazu kommen die nicht umlegbaren Nebenkosten.
Rechnet man das hoch, wird schnell klar, warum Tempo zählt. Eine Renovierung, die drei Wochen dauert, weil Maler, Reinigung und Handwerker nacheinander bestellt werden, kostet gegenüber einer Renovierung in einer Woche zwei Wochen Miete zusätzlich. Bei einem Bestand mit vielen Wohnungen und regelmäßigen Wechseln summiert sich das über das Jahr zu einem erheblichen Betrag.
Unser Ziel ist deshalb nicht nur ein guter Preis pro Renovierung, sondern eine kurze Zeit zwischen Auszug und Einzug. Der Weg dorthin: Planung vor dem Auszug, Angebot direkt nach der Übergabe oder Festpreis im Rahmenvertrag, ein fester Ablauf mit festen Arbeitstagen.
Fünf Werktage übergabefertig: was malermäßig bedeutet
Wir unterscheiden zwei Arten von Wohnungssanierung bei Mieterwechsel. Die malermäßige Instandsetzung umfasst alles, was an Oberflächen und kleinen Bauteilen gemacht werden muss: Wände und Decken streichen, spachteln, Silikon erneuern, Türen und Heizkörper ausbessern, Leisten befestigen, kleine Reparaturen und Endreinigung. Diese Arbeiten sind in einer leeren Wohnung bis etwa 55 m² in üblichem Zustand in fünf Werktagen erledigt.
Die Komplettsanierung geht tiefer: neues Bad, neue Elektroleitungen, neue Böden, neue Türen, manchmal neue Fenster oder ein geänderter Grundriss. Hier arbeiten mehrere Gewerke nacheinander, und es gibt Trocknungs- und Lieferzeiten. Eine Komplettsanierung dauert je nach Umfang vier bis acht Wochen.
Die meisten Mieterwechsel in Berlin brauchen nur die malermäßige Instandsetzung. Wann eine Komplettsanierung sinnvoll ist, etwa nach sehr langer Mietdauer oder bei veralteter Haustechnik, besprechen wir mit Ihnen nach der Übergabe anhand der Fotos.
Malermäßige Instandsetzung oder Komplettsanierung im Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt die typischen Unterschiede. Sie ist eine Orientierung, die konkrete Planung entsteht nach der Begehung.
| Merkmal | Malermäßige Instandsetzung | Komplettsanierung |
|---|
| Typische Dauer | 5 Werktage | 4 bis 8 Wochen |
| Wände und Decken | streichen, spachteln | neu verputzen oder spachteln, streichen |
| Bad | Silikon, kleine Reparaturen | neue Fliesen, Sanitär, Abdichtung |
| Elektrik | Abdeckungen, Leuchtmittel | neue Leitungen, Unterverteilung |
| Boden | ausbessern, reinigen, einzelne Räume neu | komplett neu |
| Gewerke | Maler, Reinigung | Maler, Sanitär, Elektro, Boden, Trockenbau |
| Startpreis netto | ab 1.008 € bis ca. 55 m² | nach Angebot |
Wohnungsübergabe mit Protokoll als erster Schritt
Am Anfang jedes Mieterwechsels steht die Wohnungsübergabe. Hier wird festgehalten, in welchem Zustand der Vormieter die Wohnung zurückgibt, welche Schlüssel übergeben werden und welche Zählerstände gelten. Das Wohnungsübergabeprotokoll ist die Grundlage für die Abrechnung der Kaution und für die Planung der Renovierung.
Wir übernehmen die Wohnungsübergabe ab 68 € netto. Wir gehen mit dem Vormieter durch alle Räume, halten Schäden und Mängel schriftlich und mit Fotos fest, notieren Zählerstände für Strom, Gas, Wasser und Heizung, zählen die Schlüssel und lassen das Protokoll von beiden Seiten unterschreiben. Die Verwaltung bekommt das Protokoll und die Fotos am selben Tag.
Aus dem Protokoll entsteht direkt das Renovierungsangebot oder, im Rahmenvertrag, der Auftrag. So beginnt die Arbeit oft schon am nächsten Werktag. Die Übergabe an den neuen Mieter mit Protokoll übernehmen wir ebenfalls.
Was im Wohnungsübergabeprotokoll steht
Ein vollständiges Wohnungsübergabeprotokoll erspart später Streit über Kaution und Schäden. Unser Protokoll enthält die folgenden Punkte, jeweils mit Fotos.
- ■Adresse, Lage der Wohnung, Datum und Uhrzeit, Anwesende
- ■Zustand jedes Raums: Wände, Decken, Boden, Fenster, Türen, Heizkörper
- ■Zustand von Bad und Küche: Sanitär, Fliesen, Silikon, Einbauten
- ■Festgestellte Schäden mit Ort, Beschreibung und Foto
- ■Zurückgelassene Gegenstände des Vormieters
- ■Zählerstände Strom, Gas, Wasser und Heizkostenverteiler
- ■Anzahl und Art der übergebenen Schlüssel
- ■Unterschriften von Vormieter und Übergebendem
Räumung und Entsorgung zurückgelassener Gegenstände
Nicht jeder Vormieter gibt die Wohnung leer zurück. Möbel, Lampen, alte Teppiche, Kartons im Keller oder auf dem Balkon und Einbauten, die nicht übernommen werden sollen, müssen raus, bevor renoviert werden kann. Wir fotografieren zurückgelassene Gegenstände im Übergabeprotokoll und räumen nach schriftlicher Freigabe der Verwaltung.
Die Entsorgung läuft über zugelassene Wege, Sperrmüll, Elektrogeräte und Sondermüll getrennt. Die Kosten berechnen wir nach Volumen und Aufwand und weisen sie getrennt aus, damit sie bei der Kautionsabrechnung berücksichtigt werden können. Keller- und Dachbodenabteile, die zur Wohnung gehören, räumen wir mit, wenn die Verwaltung das wünscht.
Oft zeigen sich nach der Räumung Befunde, die vorher verdeckt waren: Schimmel hinter Schränken, beschädigte Böden unter Teppichen, Löcher hinter Bildern. Diese melden wir sofort mit Fotos und einem Preis für die Behebung.
Malerarbeiten bei Mieterwechsel
Der größte Teil der Wohnungssanierung bei Mieterwechsel sind Malerarbeiten. Wände und Decken werden gestrichen, Dübellöcher gefüllt, Risse geschlossen, farbige Wände auf Weiß zurückgeführt. Wir arbeiten mit einem festen Farbton, den die Verwaltung bestimmt, damit alle Wohnungen im Bestand gleich aussehen und spätere Ausbesserungen nicht auffallen.
Im Altbau mit hohen Decken und Stuck planen wir mehr Zeit ein, im Plattenbau mit gleichen Grundrissen läuft der Ablauf besonders eingespielt. Material ist im Preis enthalten. Malerarbeiten, die einzeln abgerechnet werden, beginnen bei 11,80 € pro m² netto. Für ganze Wohnungen ist der Paketpreis günstiger.
Ausführliche Informationen zu Untergründen, Spachtelstufen und Farben finden Sie auf unserer Seite Malerarbeiten Berlin.
Silikon, Türen, Leisten und kleine Reparaturen
Nach den Wänden fallen bei einer Besichtigung zuerst Bad und Küche auf. Wir schneiden alte Silikonfugen an Wanne, Dusche, Waschtisch und Arbeitsplatte heraus und ziehen neues Sanitärsilikon. Lose Fliesen werden neu angeklebt, ausgewaschene Fugen ergänzt.
Türen und Zargen werden gereinigt, Macken gespachtelt und lackiert, lockere Drücker festgezogen, klemmende Schlösser gangbar gemacht. Sockelleisten werden befestigt oder ersetzt, Übergangsschienen erneuert. Abdeckungen von Schaltern und Steckdosen tauschen wir, wenn sie vergilbt oder gebrochen sind, Leuchtmittel in Bad und Flur ersetzen wir.
Kleinreparaturen, die über den Standardumfang hinausgehen, rechnen wir ab 37 € pro Stunde netto zuzüglich Material ab. Sie stehen einzeln im Angebot oder werden im Rahmenvertrag nach vereinbarten Positionen berechnet.
Endreinigung: bezugsfertig statt besenrein
Besenrein bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch, dass grober Schmutz entfernt ist. Für eine Besichtigung reicht das nicht. Wir reinigen die Wohnung nach der Renovierung bezugsfertig: Fenster innen und außen mit Rahmen, Fensterbänke, Heizkörper, Türen und Zargen, Bad mit Fliesen, Armaturen und Sanitärkeramik, Küche mit Spüle und Fliesenspiegel, Schalter und Steckdosen, Böden nass gewischt.
Farbspritzer, Silikonreste und Klebebandspuren aus der Renovierung entfernen wir dabei mit. Auf Wunsch reinigen wir auch Balkon, Keller- und Dachbodenabteil. Die Reinigung ist Teil des Paketpreises für die Wohnungssanierung bei Mieterwechsel.
Rahmenvertrag mit Festpreis pro Wohnung
Für Hausverwaltungen und Vermieter mit regelmäßigen Mieterwechseln ist ein Rahmenvertrag der einfachste Weg. Wir legen gemeinsam fest, was eine Standardsanierung bei Mieterwechsel umfasst, welcher Farbton, welche Silikonfarbe, welcher Bodenbelag und welche Leisten verwendet werden, und welcher Festpreis pro Wohnungstyp gilt. Diese Vereinbarung gilt zwölf Monate.
Für jede Wohnung schickt die Verwaltung dann nur noch Adresse, Übergabetermin und, wenn vorhanden, Fotos. Wir übernehmen die Übergabe, sanieren nach Standard und melden Abweichungen mit Fotos und einem Preis aus den vereinbarten Einzelpositionen, bevor wir sie ausführen.
Die Rechnung kommt nach Abschluss jeder Wohnung, zahlbar innerhalb von 14 Tagen, mit Übergabeprotokoll, Fotos vorher und nachher und dem abgehakten Leistungsverzeichnis. So lassen sich Kosten jeder Wohnung eindeutig zuordnen.
Planung vor dem Auszug
Die schnellste Wohnungssanierung beginnt, bevor der Vormieter auszieht. Sobald eine Kündigung eingeht, kann uns die Verwaltung den voraussichtlichen Übergabetermin nennen. Wir reservieren dann die Tage nach der Übergabe für diese Wohnung und können Material bereitstellen.
Wenn möglich, machen wir eine Vorbesichtigung während der Kündigungsfrist, gemeinsam mit dem Vormieter. Dabei sehen wir, welche Arbeiten anstehen, und können den Vormieter auf Dinge hinweisen, die er selbst noch erledigen kann. Das Ergebnis halten wir in einer kurzen Notiz für die Verwaltung fest.
Mit dieser Vorplanung kann die Verwaltung bereits Besichtigungstermine für die Zeit nach der Fertigstellung vergeben. Der neue Mieter kann im besten Fall eine Woche nach dem Auszug des Vormieters einziehen.
Mieterwechsel im Berliner Bestand: Altbau, Plattenbau, Neubau
Berliner Hausverwaltungen betreuen sehr unterschiedliche Bestände. Im Gründerzeitaltbau in Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln, Schöneberg oder Charlottenburg sind Wohnungen oft groß, mit hohen Decken, Stuck, Dielen und Kassettentüren. Hier dauert die malermäßige Instandsetzung pro Quadratmeter länger, und wir planen den Mehraufwand im Festpreis ein.
In Großsiedlungen in Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Spandau oder Reinickendorf gibt es viele gleiche Wohnungen mit Raufaser, Betonwänden und einheitlichen Bädern. Dort ist der Ablauf bei Mieterwechsel besonders gut planbar, und Festpreise pro Wohnungstyp lassen sich eng kalkulieren.
Im Neubau, etwa in Treptow-Köpenick, Pankow oder an der Europacity, sind die Wohnungen jünger, und es geht meist um Ausbesserungen, Silikon und Reinigung. Wir passen den Standard des Rahmenvertrags an den jeweiligen Bestand an.
Dokumentation für Kaution und Eigentümer
Die Dokumentation einer Wohnungssanierung bei Mieterwechsel dient zwei Zwecken. Erstens der Kautionsabrechnung mit dem Vormieter: Das Übergabeprotokoll zeigt den Zustand bei Auszug, die getrennt ausgewiesenen Positionen zeigen, welche Arbeiten durch Schäden über normale Abnutzung hinaus nötig wurden. Ob und in welcher Höhe diese Kosten vom Vormieter verlangt werden können, klären Sie mit Ihrer Verwaltung oder einem Rechtsanwalt.
Zweitens der Berichterstattung an die Eigentümer. Bei WEG und bei institutionellen Eigentümern muss die Verwaltung nachweisen, wofür Geld ausgegeben wurde. Fotos vorher und nachher, das abgehakte Leistungsverzeichnis und eine Rechnung pro Wohnung machen das einfach.
Alle Unterlagen bekommen Sie digital, sortiert nach Wohnung, sodass sie direkt in die Objektakte übernommen werden können.
Übergabe an den neuen Mieter
Wenn die Wohnung fertig ist, übernehmen wir auf Wunsch auch die Übergabe an den neuen Mieter. Wir gehen mit ihm durch alle Räume, halten den Zustand im Protokoll fest, notieren Zählerstände und übergeben die Schlüssel. Weil der Zustand nach der Renovierung bereits fotografiert ist, ist das Protokoll schnell erstellt und eindeutig.
Dieses Einzugsprotokoll ist beim nächsten Auszug die Vergleichsgrundlage. So schließt sich der Kreis, und die Verwaltung hat für jede Wohnung eine lückenlose Dokumentation über den gesamten Mietzyklus.
Wie wir die Hausverwaltung beim Mieterwechsel entlasten
In vielen Berliner Hausverwaltungen betreut eine Objektbetreuerin mehrere hundert Wohnungen. Jeder Mieterwechsel bedeutet für sie Telefonate mit Vormieter, Handwerkern und Reinigung, Termine, die sich verschieben, Angebote, die verglichen werden müssen, und Rechnungen, die zugeordnet werden wollen. Ein großer Teil dieser Arbeit ist Koordination, nicht Entscheidung.
Genau diesen Teil übernehmen wir. Die Verwaltung entscheidet über Standard, Budget und Abweichungen, wir organisieren den Rest: Übergabetermin mit dem Vormieter, Schlüssel, Zugang, Reihenfolge der Arbeiten, Material, Entsorgung, Reinigung und Übergabe an den Neumieter. Die Verwaltung bekommt zu festen Zeitpunkten eine Meldung mit Fotos und muss nur dann eingreifen, wenn eine Entscheidung ansteht.
Das Ergebnis ist weniger Aufwand pro Wohnung in der Verwaltung und eine kürzere Zeit bis zur Neuvermietung. Für Verwaltungen, die viele Wohnungen im Jahr wechseln, ist dieser Unterschied im Arbeitsalltag deutlich spürbar.
Abweichungen vom Standard: was häufig vorkommt
Auch im Rahmenvertrag ist nicht jede Wohnung gleich. Bestimmte Abweichungen sehen wir bei Mieterwechseln immer wieder. Für sie vereinbaren wir Einzelpositionen mit festen Preisen, damit sie ohne neues Angebot abgerechnet werden können. Ausgeführt werden sie erst nach Freigabe.
- ■Starke Nikotinbelastung mit Sperrgrund und zusätzlichem Anstrich
- ■Dunkel oder farbig gestrichene Wände zurück auf Weiß
- ■Abgelöste oder zugestrichene Raufaser, Neuaufbau einzelner Räume
- ■Beschädigte Türblätter, Austausch statt Reparatur
- ■Zerkratzter oder aufgequollener Laminatboden in einzelnen Räumen
- ■Schimmelbefall hinter Möbeln, Behandlung und Meldung der Ursache
- ■Zurückgelassene Einbauküche, Demontage und Entsorgung
- ■Fehlende oder defekte Rauchmelder, Meldung an die Verwaltung
Meldungen zu festen Zeitpunkten statt ständiger Rückfragen
Bei jedem Mieterwechsel melden wir uns zu festen Zeitpunkten. Nach der Übergabe kommt das Protokoll mit Fotos. Bei Beginn der Arbeiten kommt eine kurze Startmeldung. Sobald etwas Unerwartetes auftaucht, kommt am selben Tag eine Meldung mit Foto, Beschreibung und Preis. Bei Fertigstellung kommt die Fertigmeldung mit Fotos und dem Vorschlag für den Abnahmetermin.
Dazwischen arbeiten wir, ohne die Verwaltung mit Zwischenständen zu belasten. Wer den Stand einer Wohnung wissen möchte, kann jederzeit bei seinem Ansprechpartner nachfragen und bekommt eine konkrete Antwort: welcher Arbeitsschritt läuft, was bis wann fertig ist.
Dieser Rhythmus gilt für jede Wohnung gleich. So weiß die Verwaltung, wann sie mit welcher Information rechnen kann, und kann ihre eigene Arbeit danach planen, etwa Besichtigungen und Vertragsunterlagen für den Neumieter.
Mehrere Mieterwechsel gleichzeitig
Zum Monatsende häufen sich die Auszüge. Für Verwaltungen mit großen Beständen bedeutet das, dass mehrere Wohnungen in derselben Woche frei werden. Wir planen dafür Kapazitäten, die im Rahmenvertrag vereinbart werden: wie viele Wohnungen pro Woche, in welchen Objekten, mit welcher Reihenfolge.
Bei mehreren Wohnungen im selben Haus arbeiten wir besonders effizient, weil Material, Anfahrt und Entsorgung gebündelt werden. Für Wohnungen in verschiedenen Bezirken stellen wir die Reihenfolge nach den Übergabeterminen und nach den Wünschen der Verwaltung auf, etwa wenn für eine Wohnung bereits ein Neumieter feststeht.
Jede Wohnung bekommt trotzdem ihre eigene Dokumentation und ihre eigene Rechnung. So bleibt die Zuordnung zur Objektakte eindeutig, auch wenn wir in derselben Woche an mehreren Adressen arbeiten.
Den Zustand zwischen zwei Mieterwechseln erhalten
Die günstigste Sanierung ist die, die beim nächsten Mal kleiner ausfällt. Wenn eine Wohnung in gutem Zustand übergeben wird, mit tragfähigen Anstrichen, sauberen Silikonfugen und robusten Böden, reicht beim nächsten Auszug oft eine Auffrischung. Deshalb verwenden wir Material, das lange hält, und dokumentieren den Zustand bei Einzug genau.
Zwischen den Mieterwechseln betreuen unsere Hausmeister und die Objektbetreuung die Häuser: Sie melden Schäden in Treppenhäusern und Gemeinschaftsflächen, übernehmen kleine Reparaturen und halten Keller und Außenanlagen in Ordnung. So bleiben auch die Bereiche, die Mietinteressenten auf dem Weg zur Wohnung sehen, in einem Zustand, der zur renovierten Wohnung passt.
Kosten der Wohnungssanierung bei Mieterwechsel
Die Kosten eines Mieterwechsels setzen sich aus mehreren Teilen zusammen. Die Wohnungsübergabe mit Protokoll beginnt bei 68 € netto. Die malermäßige Sanierung einer leeren Wohnung bis etwa 55 m² im Standardumfang mit Endreinigung beginnt bei 1.008 € netto, das sind 1.199 € inklusive Mehrwertsteuer. Malerarbeiten einzeln beginnen bei 11,80 € pro m² netto, Kleinreparaturen bei 37 € pro Stunde netto zuzüglich Material.
Dazu kommen, wenn nötig, Einzelpositionen wie Räumung, neue Böden, Türen oder ein Neuaufbau der Tapete. Im Rahmenvertrag sind diese Positionen vorab mit Preisen vereinbart.
| Leistung | Startpreis netto | Einheit |
|---|
| Wohnungsübergabe mit Protokoll | ab 68 € | pro Übergabe |
| Sanierung malermäßig bis ca. 55 m² | ab 1.008 € | pro Wohnung, inklusive Endreinigung |
| Malerarbeiten einzeln | ab 11,80 € | pro m², Material inklusive |
| Kleinreparaturen | ab 37 € | pro Stunde, zuzüglich Material |
| Komplettsanierung | nach Angebot | Dauer 4 bis 8 Wochen |
Wann sich eine Komplettsanierung lohnt
Nach sehr langen Mietverhältnissen, manchmal nach zwanzig oder dreißig Jahren, ist eine malermäßige Instandsetzung nicht mehr genug. Das Bad hat alte Fliesen und eine undichte Wanne, die Elektrik hat keine ausreichende Absicherung, Böden sind abgenutzt, Türen verzogen. Dann stellt sich die Frage, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Komplettsanierung ist.
Für diese Entscheidung liefern wir die Grundlage: Fotos, eine Einschätzung des Zustands und zwei Angebote, eines für die malermäßige Instandsetzung und eines für die Komplettsanierung mit Zeitplan. Die Verwaltung und der Eigentümer können dann abwägen zwischen kurzer Leerstandszeit und einer Wohnung, die für die nächsten Jahre auf einem neuen Stand ist.
Bei einer Komplettsanierung übernehmen wir Malerarbeiten, Böden, Trockenbau in kleinem Umfang und Reinigung selbst und koordinieren Sanitär- und Elektrofachbetriebe. Die Dauer liegt je nach Umfang bei vier bis acht Wochen.
Schlüssel, Zugang und Zählerstände
Ein Mieterwechsel scheitert selten an der Farbe, aber oft an Kleinigkeiten wie fehlenden Schlüsseln. Wir zählen bei der Übergabe jeden Schlüssel, notieren, welche Schlüssel zu Wohnung, Haus, Briefkasten und Keller gehören, und vermerken fehlende Schlüssel im Protokoll. Während der Sanierung bewahren wir die Schlüssel dokumentiert auf und geben sie bei der Abnahme vollständig an die Verwaltung oder den Neumieter weiter.
Zählerstände für Strom, Gas, Wasser und die Heizkostenverteiler fotografieren wir bei Auszug und bei Einzug. So kann die Verwaltung die Betriebskosten sauber abgrenzen, und Strom und Gas für die Zeit der Sanierung lassen sich eindeutig zuordnen. Wenn ein Zähler nicht zugänglich ist, etwa im verschlossenen Keller, melden wir das sofort.
Wenn das Schloss getauscht werden soll, etwa weil Schlüssel fehlen, koordinieren wir den Austausch des Schließzylinders vor der Übergabe an den Neumieter.
Beispiel: Mieterwechsel im Plattenbau in Marzahn
Eine Hausverwaltung betreut mehrere Wohnblöcke in Marzahn mit gleichen Zweizimmerwohnungen von rund 54 m². Im Rahmenvertrag ist ein Festpreis für diesen Wohnungstyp vereinbart. Ein Mieter zieht zum Monatsende aus. Die Verwaltung schickt uns die Adresse und den Übergabetermin am Freitag.
Am Freitag übernehmen wir die Übergabe mit Protokoll. Am Montag beginnen wir: Dübel entfernen, spachteln, Silikon heraus. Dienstag Grundierung und erster Anstrich, Mittwoch zweiter Anstrich und Türen, Donnerstag Silikon, Leisten, kleine Reparaturen, Freitag Endreinigung, Fotos und Abnahme. Der Neumieter kann am folgenden Montag einziehen.
Die Rechnung kommt nach der Abnahme mit Protokoll, Fotos und dem Festpreis aus dem Rahmenvertrag, ohne Nachträge, weil keine Abweichung gemeldet wurde.
Mieterwechsel für Wohnungsunternehmen und Bestandshalter
Wohnungsunternehmen und Bestandshalter mit großen Portfolios haben oft eigene Standards, eigene Formulare und eigene Systeme für die Auftragsvergabe. Wir passen uns daran an: Übergabeprotokolle nach Ihrem Muster, Fotos in der gewünschten Benennung, Rechnungen mit Ihren Objekt- und Wohnungsnummern. Leistungsverzeichnisse können wir nach Ihrem Positionskatalog aufbauen, damit sie mit Ihrer internen Kostenkontrolle übereinstimmen.
Für Ausschreibungen liefern wir Einheitspreise pro Position und pro Wohnungstyp. Wir nennen offen, welche Kapazität wir pro Woche haben, und vereinbaren sie im Vertrag, statt mehr zuzusagen, als wir einhalten können.
Was wir bei Mieterwechsel nicht übernehmen
Wir geben keine Rechtsberatung zu Kaution, Schönheitsreparaturen oder Mietrecht. Wir übernehmen keine Elektro- oder Sanitärinstallationen mit Eingriff in Leitungen und keine Arbeiten an Schadstoffen. Bei einer Komplettsanierung koordinieren wir die Fachbetriebe und nehmen sie in einen gemeinsamen Zeitplan auf.
Einzelne kleine Aufträge im Privathaushalt übernimmt MisterFixer aus der Nuxa Group. Nuxa Solutions arbeitet für Hausverwaltungen, Vermieter und Wohnungsunternehmen.