Was ein Hausmeisterservice in Berlin heute leistet
Der Hausmeister, der im Erdgeschoss wohnt, jeden Mieter beim Namen kennt und nebenbei den Rasen mäht, ist in Berlin selten geworden. Wohnanlagen werden heute von Hausverwaltungen betreut, die zehn, fünfzig oder dreihundert Objekte gleichzeitig im Blick behalten müssen. Für sie ist ein Hausmeisterservice kein Mann mit Werkzeugkoffer, sondern eine Leistung, die planbar sein muss: Wer kommt wann, was wird geprüft, was wird dokumentiert, und was kostet es im Monat.
Nuxa Solutions übernimmt den Hausmeisterservice als laufenden Vertrag. Am Anfang steht eine Begehung, danach ein Leistungsverzeichnis, das für jedes Objekt festlegt, welche Aufgaben in welchem Turnus erledigt werden. Der Kontrollgang durch Treppenhaus, Keller, Dachboden, Müllplatz und Außenanlagen läuft nach Plan. Kleine Mängel beheben wir direkt, größere melden wir mit Foto an die Verwaltung. Winterdienst, Grünpflege und Treppenhausreinigung lassen sich im selben Vertrag vereinbaren.
Für Sie bedeutet das: ein Ansprechpartner im Büro statt vieler Einzelaufträge, ein Preis, der zwölf Monate gilt, und ein Nachweis zu jedem Einsatz. Wer an einem Tag vor Ort ist, planen wir. Dass jemand kommt, steht im Vertrag.
Diese Seite erklärt, was zu einem Hausmeisterservice gehört, wie er abgerechnet wird, welche Kosten Sie auf die Mieter umlegen können und worauf Sie beim Wechsel des Dienstleisters achten sollten. Die einzelnen Leistungen haben eigene Seiten: Objektbetreuung, Winterdienst Berlin, Reparaturservice und Treppenhausreinigung.
Leistungskatalog: Was zum Hausmeisterservice gehört
Ein Hausmeisterservice ist kein festes Paket. Was ein Objekt braucht, hängt von seiner Größe, seiner Technik und seinen Bewohnern ab. Eine Wohnanlage mit drei Aufgängen und Innenhof braucht andere Kontrollgänge als ein Bürohaus mit Tiefgarage und Aufzug. Deshalb beginnt jeder Vertrag mit einem Leistungskatalog, den wir nach der Begehung gemeinsam mit Ihnen festlegen.
Die folgende Liste zeigt die Aufgaben, die in Berliner Objekten am häufigsten vereinbart werden. Jede Position bekommt im Leistungsverzeichnis einen Turnus, ein Zeitfenster und eine Abgrenzung: Was ist enthalten, was wird nach Aufwand abgerechnet, und ab welchem Betrag braucht es Ihre Freigabe.
- ■Kontrollgang durch Treppenhaus, Keller, Dachboden, Technikräume, Müllplatz und Außenanlagen nach festem Plan
- ■Sichtprüfung von Beleuchtung, Türen, Schließanlagen, Briefkästen, Klingeltableau und Fluchtwegen
- ■Austausch von Leuchtmitteln und kleinen Verschleißteilen
- ■Zählerablesung für Wasser, Wärme und Strom zu den Stichtagen der Abrechnung
- ■Schlüsselverwaltung mit Ausgabeliste und Vier-Augen-Prinzip
- ■Wohnungsübergaben und Wohnungsabnahmen mit Protokoll und Fotos
- ■Leerstandsbetreuung: Lüften, Kontrolle, Briefkasten, Wasser laufen lassen
- ■Mülltonnenservice: Tonnen an den Abholtagen bereitstellen, Müllplatz sauber halten
- ■Winterdienst: Räumen und Streuen der Gehwege und Zugänge
- ■Grünpflege: Rasen, Hecken, Laub, Beete im Turnus
- ■Kleinreparaturen bis zur vereinbarten Freigabegrenze
- ■Koordination von Fachbetrieben für Elektro, Sanitär, Heizung und Aufzug
- ■Mängelmeldung mit Foto und Uhrzeit an die Hausverwaltung
Hausmeister für Hausverwaltungen und WEG
Für eine Hausverwaltung zählt am Hausmeisterservice vor allem eines: dass sie sich nicht darum kümmern muss. Jede Mieteranfrage, die beim Hausmeister landet statt im Büro der Verwaltung, spart Zeit. Jede defekte Lampe, die beim Kontrollgang auffällt und sofort getauscht wird, erspart eine Beschwerde. Und jeder Bericht, der mit Foto und Uhrzeit kommt, ist ein Beleg, wenn Eigentümer oder Mieter nachfragen.
Wir arbeiten deshalb mit festen Abläufen. Der Kontrollgang folgt einer Checkliste, die für jedes Objekt angelegt wird. Was in Ordnung ist, wird abgehakt. Was nicht in Ordnung ist, wird fotografiert und entweder direkt behoben oder an die Verwaltung gemeldet. So sehen Sie am Ende jedes Monats nicht nur, dass jemand da war, sondern was er gesehen und getan hat.
Für Eigentümergemeinschaften gilt dasselbe, mit einem Unterschied: Hier entscheidet die Eigentümerversammlung über den Dienstleister. Wir liefern Ihnen ein Leistungsverzeichnis, das sich als Beschlussvorlage eignet, mit klaren Positionen, Turnus und Preisen. Die Eigentümer sehen, wofür sie zahlen, und die Verwaltung muss nicht übersetzen.
Bei mehreren Objekten einer Verwaltung fassen wir die Betreuung in einem Rahmenvertrag zusammen. Jedes Objekt behält seinen eigenen Leistungskatalog, die Preise und Regeln gelten für alle. Neue Objekte nehmen wir zu denselben Bedingungen auf.
Hausmeisterservice für Gewerbe, Büros und Praxen
Ein Bürohaus, ein Gewerbehof oder ein Ärztehaus braucht einen anderen Hausmeisterservice als eine Wohnanlage. Die Mieter sind Unternehmen, die erwarten, dass ihr Arbeitsplatz funktioniert. Eine ausgefallene Beleuchtung in der Tiefgarage, eine klemmende Eingangstür oder ein verstopfter Abfluss in der Teeküche sind hier kein Ärgernis, sondern ein Betriebsproblem.
Im Hausmeisterservice für Gewerbe legen wir deshalb Zeitfenster fest, in denen jemand vor Ort ist, und Reaktionszeiten für Störungen, die im Vertrag stehen. Arbeiten, die den Betrieb stören, planen wir vor Arbeitsbeginn, am Abend oder am Wochenende. Für Praxen und medizinische Einrichtungen achten wir auf Hygieneregeln und Zugangsbeschränkungen.
Abgerechnet wird im Gewerbe oft nach Stunden: Ein Hausmeister-Einsatz kostet bei uns ab 35 € pro Stunde netto. Für Objekte mit regelmäßigem Bedarf vereinbaren wir eine Monatspauschale mit festen Stunden und einem Satz für Mehraufwand. So bleibt die Rechnung planbar und Sie zahlen nicht für Leerlauf.
Viele Gewerbeobjekte kombinieren den Hausmeisterservice mit der Büroreinigung oder der Unterhaltsreinigung der Gemeinschaftsflächen. Beides lässt sich im selben Vertrag regeln, mit einem Ansprechpartner und einer Abrechnung pro abgeschlossener Leistung.
Hausmeisterdienst für Serviced Apartments und Hotels
Serviced Apartments, Boardinghouses und Aparthotels haben einen Rhythmus, der sich nach der Belegung richtet. Zwischen zwei Gästen bleibt oft nur ein halber Tag. Wenn in dieser Zeit eine Glühbirne fehlt, ein Duschkopf tropft oder ein Schrank nicht schließt, merkt es der nächste Gast. Ein Hausmeisterdienst für Betreiber muss deshalb schnell sein und im Takt des Hauses arbeiten.
Wir stimmen die Kontrollgänge mit Ihrem Housekeeping ab. Mängel, die das Reinigungspersonal meldet, kommen in eine Liste, die wir zu festen Zeiten abarbeiten. Kleine Reparaturen wie Leuchtmittel, Silikonfugen, Beschläge, Duschköpfe oder Möbelbeschläge erledigen wir direkt. Für größere Arbeiten koordinieren wir Fachbetriebe und sorgen dafür, dass das Apartment so kurz wie möglich gesperrt ist.
Für neue Häuser übernehmen wir vor der Eröffnung die Objekteinrichtung und Möbelmontage. Danach kann der Hausmeisterdienst im selben Vertrag weiterlaufen. Das hat einen Vorteil, den viele Betreiber unterschätzen: Wer die Einrichtung montiert hat, kennt jedes Möbelstück und jede Befestigung.
Pauschale, Stundensatz oder pro m²: drei Abrechnungsmodelle
Hausmeisterservice wird in Berlin auf drei Arten abgerechnet. Welche passt, hängt davon ab, wie regelmäßig der Aufwand ist und wie Sie die Kosten weiterverteilen müssen.
Die Abrechnung pro Quadratmeter Wohnfläche ist bei Wohnanlagen verbreitet, weil sie sich leicht auf die Mieter umlegen lässt. Bei uns beginnt die Objektbetreuung ab 0,21 € pro m² Wohnfläche und Monat. Die Objektpauschale fasst alle vereinbarten Leistungen zu einem festen Monatsbetrag zusammen. Sie passt, wenn der Aufwand gleichmäßig ist. Der Stundensatz passt bei unregelmäßigem Bedarf, vor allem im Gewerbe. Ein Hausmeister-Einsatz kostet bei uns ab 35 € pro Stunde.
In der Praxis kombinieren viele Verträge zwei Modelle: eine Pauschale für die regelmäßigen Leistungen und einen Stundensatz für alles, was darüber hinausgeht. Wichtig ist, dass im Leistungsverzeichnis klar steht, was in der Pauschale enthalten ist.
| Modell | Passt für | Vorteil | Worauf achten |
|---|
| Pro m² Wohnfläche | Wohnanlagen, WEG | einfach umlagefähig, planbar | Leistungsumfang genau festlegen |
| Objektpauschale | gleichmäßiger Aufwand | ein fester Monatsbetrag | Abgrenzung zu Zusatzleistungen |
| Stundensatz | Gewerbe, unregelmäßiger Bedarf | Sie zahlen nur Einsätze | Nachweis der Stunden mit Uhrzeit |
| Kombination | gemischte Objekte | Grundversorgung plus Bedarf | Freigabegrenze für Mehraufwand |
Hausmeisterkosten umlagefähig: was nach der BetrKV auf Mieter verteilt werden darf
Ob Hausmeisterkosten auf die Mieter umgelegt werden dürfen, regelt die Betriebskostenverordnung. Die Kosten für den Hauswart gehören zu den umlagefähigen Betriebskosten, aber nicht vollständig. Umlagefähig sind die Vergütung und die Sozialbeiträge für Tätigkeiten, die das Gebäude betreffen: Kontrollgänge, Treppenhausreinigung, Winterdienst, Gartenpflege, Bedienung der Technik, Müllbereitstellung.
Nicht umlagefähig sind Arbeiten, die zur Instandhaltung, Instandsetzung, Erneuerung oder zu Schönheitsreparaturen gehören, und Aufgaben der Hausverwaltung, etwa Vermietung, Abrechnung oder Schriftverkehr. Wenn der Hausmeister also eine Tür repariert oder eine Wohnung streicht, sind das Kosten des Vermieters, nicht der Mieter.
Für die Nebenkostenabrechnung ist deshalb entscheidend, dass die Rechnung des Hausmeisterservice beide Arten von Tätigkeiten trennt. Wir weisen in unseren Rechnungen und im Leistungsverzeichnis umlagefähige und nicht umlagefähige Positionen getrennt aus. So kann Ihre Verwaltung die Beträge direkt übernehmen und muss nicht schätzen.
Ein Hinweis: Wir sind keine Rechtsberatung. Wie die Kosten in Ihrem Mietvertrag konkret umzulegen sind, prüft im Zweifel Ihre Verwaltung oder Ihr Anwalt. Was wir liefern, ist eine saubere Trennung der Positionen.
Hauswart, Hausmeisterdienst, Objektbetreuung: die Begriffe
In Ausschreibungen und Verträgen tauchen verschiedene Begriffe auf, die oft dasselbe meinen. Hauswart ist der ältere, amtliche Begriff, der auch in der Betriebskostenverordnung steht. Hausmeister ist das Wort, das die meisten Menschen benutzen. Hausmeisterdienst und Hausmeisterservice beschreiben dieselbe Leistung, wenn sie von einem externen Dienstleister erbracht wird.
Objektbetreuung ist der Begriff, den Hausverwaltungen und Facility-Management-Unternehmen bevorzugen. Er betont, dass es um das ganze Objekt geht und nicht nur um handwerkliche Arbeiten. Technischer Hausmeister meint einen Hausmeister mit Schwerpunkt auf Haustechnik wie Heizung, Lüftung und Aufzug.
Für den Vertrag ist der Begriff nebensächlich. Entscheidend ist das Leistungsverzeichnis: Welche Aufgaben, in welchem Turnus, mit welchem Nachweis. Wir verwenden auf unserer Website die Begriffe so, wie Sie danach suchen, und im Vertrag so, wie Ihre Verwaltung sie braucht.
Wenn der Hausmeister krank ist: Vertretung im Vertrag
Der häufigste Grund, warum Hausverwaltungen ihren Hausmeisterservice wechseln, ist nicht der Preis. Es ist der Ausfall. Ein Hausmeister wird krank, geht in Urlaub oder kündigt, und plötzlich kommt drei Wochen lang niemand. Die Mieter rufen bei der Verwaltung an, der Müll steht nicht an der Straße, und im Winter ist der Gehweg nicht geräumt.
Bei uns steht die Vertretung im Vertrag. Ausfall ist unser Planungsproblem, nicht Ihr Terminproblem. Wir planen jedes Objekt so, dass mehrere Personen es kennen. Die Checkliste für den Kontrollgang, die Schlüsselliste und die Besonderheiten des Hauses liegen in unserem System, nicht im Kopf eines Einzelnen. Wenn jemand ausfällt, übernimmt jemand anderes mit denselben Unterlagen.
Wer an einem Tag vor Ort ist, entscheiden wir. Was gleich bleibt, ist Ihr Ansprechpartner im Büro, das Leistungsverzeichnis und der Nachweis. Für die Verwaltung ändert sich nichts, außer dass sie den Ausfall nicht mehr bemerkt.
Dokumentation mit Foto und Uhrzeit
Ein Hausmeisterservice ist schwer zu kontrollieren, weil die Arbeit meist unbeobachtet passiert. Ob der Kontrollgang stattgefunden hat, ob die Tonnen rechtzeitig an der Straße standen oder ob der Gehweg vor sieben Uhr gestreut war, lässt sich im Nachhinein oft nicht mehr feststellen. Im Streitfall steht Aussage gegen Aussage.
Wir dokumentieren deshalb jeden Einsatz mit Foto und Uhrzeit. Beim Kontrollgang fotografieren wir festgelegte Punkte: Eingang, Treppenhaus, Keller, Müllplatz, Außenanlage. Beim Winterdienst halten wir fest, wann und wo geräumt und gestreut wurde. Bei Reparaturen gibt es ein Foto vorher und nachher. Diese Nachweise hängen an jeder Rechnung.
Für die Verwaltung hat das zwei Vorteile. Sie kann Mieteranfragen mit einem Blick beantworten, und sie hat Belege, wenn es um Haftung geht. Gerade beim Winterdienst ist die Dokumentation oft der einzige Nachweis, dass die Verkehrssicherungspflicht erfüllt wurde.
Hausmeisterservice in Berliner Altbau, Plattenbau und Neubau
Berlin hat drei Gebäudetypen, die einen Hausmeisterservice sehr unterschiedlich fordern. Im Gründerzeit-Altbau in Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln, Prenzlauer Berg oder Charlottenburg gibt es Vorderhaus, Seitenflügel und Hinterhaus, Höfe mit Mülltonnen und Fahrrädern, Holztreppen, alte Kellerräume und oft eine Mischung aus Mietern und Eigentümern. Hier geht es beim Kontrollgang vor allem um Türen, Beleuchtung, Feuchtigkeit im Keller und den Zustand der Höfe.
In den Großsiedlungen in Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, der Gropiusstadt oder dem Märkischen Viertel stehen Aufzüge, lange Flure, viele Aufgänge und große Außenflächen im Vordergrund. Der Mülltonnenservice und die Pflege der Grünflächen nehmen viel Zeit ein, der Winterdienst betrifft lange Wege.
Neubauten in Mitte, an der Spree oder an den Stadträndern haben Tiefgaragen, Technikräume, Glasflächen und oft eine Gebäudeleittechnik. Hier ist der technische Kontrollgang wichtiger als der Hof. Wir legen den Leistungskatalog nach dem Gebäude fest, nicht nach einer Tabelle.
Hausmeister und Hausverwaltung: wer was entscheidet
In vielen Objekten ist nicht klar geregelt, wo die Arbeit des Hausmeisters endet und die der Hausverwaltung beginnt. Darf der Hausmeister einen Handwerker rufen, wenn die Haustür nicht mehr schließt? Darf er einem Mieter den Keller aufschließen, wenn der seinen Schlüssel vergessen hat? Muss er einen Wasserfleck an der Decke melden oder gleich den Sanitärbetrieb bestellen? Wenn das nicht geregelt ist, passiert eines von zwei Dingen: Entweder der Hausmeister wartet auf eine Entscheidung, die niemand trifft, oder er entscheidet selbst und die Verwaltung erfährt es erst mit der Rechnung.
Wir regeln diese Schnittstelle im Leistungsverzeichnis. Für jede Art von Vorfall steht dort, was wir selbst erledigen, was wir melden und was wir erst nach Freigabe beauftragen. Kleinreparaturen bis zu einer Freigabegrenze, die Sie festlegen, führen wir direkt aus. Darüber hinaus melden wir den Mangel mit Foto, einer kurzen Beschreibung und, wenn möglich, einer Kostenschätzung. Sie entscheiden, wir setzen um.
Bei Gefahr im Verzug gilt eine eigene Regel. Wenn Wasser austritt, eine Tür zu einem Fluchtweg blockiert ist oder Strom an einer Stelle anliegt, wo er nicht sein sollte, sichern wir die Stelle sofort ab und informieren die Verwaltung. Welche Maßnahmen wir in diesem Fall ohne Rückfrage treffen dürfen, steht ebenfalls im Vertrag.
Mieteranfragen laufen nach einem festen Weg. Wenn ein Mieter uns im Haus anspricht, nehmen wir die Anfrage auf und leiten sie an die Verwaltung weiter, sofern sie nicht zu unseren vereinbarten Aufgaben gehört. Wir geben keine Auskünfte zu Mietverträgen, Abrechnungen oder Kündigungen. Das ist Sache der Verwaltung, und so bleibt es auch.
Haustechnik, Wartung und Fachbetriebe im Hausmeisterdienst
Ein Hausmeisterdienst ersetzt keine Fachfirma. Heizungsanlagen, Aufzüge, Brandmeldeanlagen, Rauchabzugsanlagen, Elektroverteilungen und Trinkwasseranlagen haben eigene Prüf- und Wartungspflichten, die von zugelassenen Fachbetrieben erledigt werden müssen. Was der Hausmeister leisten kann, ist die Sichtkontrolle zwischen den Wartungsterminen und die Koordination der Termine selbst.
Beim Kontrollgang prüfen wir, ob die Heizung läuft, ob im Heizungsraum Wasser steht, ob der Aufzug Störmeldungen zeigt, ob Notbeleuchtung und Fluchtwegschilder leuchten und ob Feuerlöscher an ihrem Platz hängen und ihre Prüfplakette noch gültig ist. Was auffällt, melden wir. Was in unseren Aufgabenbereich fällt, etwa ein Leuchtmittel in der Notbeleuchtung oder ein klemmender Türschließer an einer Brandschutztür, erledigen wir oder geben es an den zuständigen Betrieb.
Für Elektro, Sanitär und Heizung arbeiten wir mit Berliner Fachbetrieben zusammen, die wir koordinieren. Das bedeutet: Wir rufen den Betrieb, vereinbaren den Termin, öffnen das Objekt, begleiten den Einsatz und dokumentieren das Ergebnis. Die Verwaltung muss nicht selbst telefonieren und keinen Schlüssel übergeben.
Für Wartungstermine, die jedes Jahr wiederkehren, führen wir auf Wunsch einen Kalender pro Objekt. So sehen Sie auf einen Blick, wann die nächste Prüfung der Rauchwarnmelder, der Feuerlöscher oder der Rückstauklappe fällig ist, und wir erinnern rechtzeitig daran.
Außenanlagen, Grünpflege und Mülltonnenservice
Ein großer Teil der Hausmeisterarbeit passiert draußen. In Berliner Wohnanlagen gehören dazu Höfe, Zufahrten, Fahrradstellplätze, Spielplätze, Grünflächen und der Müllplatz. Wie diese Flächen aussehen, prägt den ersten Eindruck jedes Besuchers und die Stimmung der Mieter mehr als vieles im Haus.
Die Grünpflege legen wir im Leistungsverzeichnis nach Jahreszeit fest: Rasen mähen in der Wachstumszeit, Hecken schneiden zu den erlaubten Zeiten, Laub im Herbst, Beete und Baumscheiben nach Bedarf. Größere Arbeiten wie Baumfällungen oder Neubepflanzungen sind keine Hausmeisterarbeit. Wenn sie anfallen, koordinieren wir einen Fachbetrieb.
Der Mülltonnenservice ist in Berlin eine eigene Aufgabe, weil die Abholtage je nach Straße und Tonnenart wechseln. Wir stellen die Tonnen an den Abholtagen bereit, holen sie zurück, halten den Müllplatz sauber und melden falsch befüllte Tonnen oder Sperrmüll, der dort abgestellt wurde. Die Entsorgung von Sperrmüll berechnen wir gesondert und nur nach Freigabe.
Die Spielplatzkontrolle ist eine Pflicht des Eigentümers, die sich in den Kontrollgang einbinden lässt. Wir prüfen Sichtbares wie lose Teile, Scherben, Verschmutzung und den Zustand des Sandes. Die jährliche Hauptinspektion nach Norm übernimmt ein dafür qualifizierter Prüfer.
Hausmeisterdienst ausschreiben: worauf Verwaltungen achten sollten
Wer einen Hausmeisterdienst ausschreibt, bekommt oft Angebote, die sich kaum vergleichen lassen. Der eine Anbieter nennt einen Quadratmeterpreis, der andere eine Pauschale, der dritte einen Stundensatz mit geschätzter Stundenzahl. Hinter dem niedrigsten Preis steckt nicht selten der kleinste Leistungsumfang, und das merkt man erst nach drei Monaten.
Vergleichbar werden Angebote erst, wenn sie auf demselben Leistungsverzeichnis beruhen. Wir empfehlen Verwaltungen deshalb, vor der Ausschreibung festzulegen, welche Aufgaben in welchem Turnus erledigt werden sollen, und jeden Anbieter auf dieser Grundlage anbieten zu lassen. Wenn Sie noch kein Leistungsverzeichnis haben, erstellen wir nach der Begehung eines, das Sie auch für andere Anbieter verwenden können.
Fünf Fragen trennen in der Praxis gute von schwachen Angeboten. Wer kommt, wenn der zuständige Mitarbeiter ausfällt, und steht das im Vertrag? Wie wird jeder Einsatz nachgewiesen? Wie lange gilt der Preis? Ab welchem Betrag braucht eine Reparatur Ihre Freigabe? Und wie werden umlagefähige und nicht umlagefähige Leistungen auf der Rechnung getrennt? Auf jede dieser Fragen finden Sie in unserem Angebot eine schriftliche Antwort.
Ein letzter Punkt betrifft die Laufzeit. Ein Hausmeisterdienst braucht ein paar Monate, bis er das Objekt wirklich kennt. Verträge mit sehr kurzer Laufzeit führen deshalb oft zu häufigen Wechseln, bei denen jedes Mal Wissen verloren geht. Wir arbeiten mit längeren Laufzeiten, weil sich die Betreuung dann für beide Seiten lohnt.
Hausmeisterservice und Mieter: Ansprechbarkeit im Haus
Für die Mieter ist der Hausmeister oft das Gesicht des Vermieters. Wer ihn im Treppenhaus trifft, fragt nach der kaputten Klingel, dem Fahrrad, das seit Wochen im Keller steht, oder dem Lärm aus dem Hinterhaus. Ein guter Hausmeisterservice nimmt diese Anliegen ernst, ohne Aufgaben zu übernehmen, die der Verwaltung gehören.
Wir hängen in jedem betreuten Objekt einen Aushang aus, auf dem steht, wofür wir zuständig sind, wie man uns erreicht und wann die Verwaltung der richtige Ansprechpartner ist. Meldungen von Mietern nehmen wir auf, ordnen sie ein und erledigen sie im Rahmen des Leistungsverzeichnisses oder geben sie mit Foto an die Verwaltung weiter. So geht keine Meldung verloren, und die Verwaltung bekommt nur, was sie wirklich entscheiden muss.
Unsere Mitarbeiter treten im Objekt erkennbar auf und arbeiten zu Zeiten, die im Vertrag stehen. Laute Arbeiten planen wir nicht in die Ruhezeiten, und wir hinterlassen Treppenhaus und Hof so, wie wir sie vorgefunden haben oder besser.
Hausmeisterservice wechseln: so läuft der Übergang
Wer seinen Hausmeisterservice wechselt, hat meist schlechte Erfahrungen gemacht und will nicht noch mehr Arbeit. Wir halten den Übergang deshalb so einfach wie möglich. Nach der Begehung und dem Angebot planen wir den Einsatzbeginn so, dass er mit dem Ende des alten Vertrags zusammenfällt. Vier Wochen nach Unterschrift sind wir startklar.
Vor dem ersten Einsatz übernehmen wir Schlüssel, Unterlagen und offene Punkte. Was der alte Dienstleister hinterlassen hat, dokumentieren wir mit Fotos, damit klar ist, was vor unserer Zeit war. Die Mieter informieren wir auf Wunsch mit einem Aushang im Treppenhaus, auf dem steht, wer jetzt zuständig ist und wie man uns erreicht.
In den ersten Wochen sprechen wir öfter mit der Verwaltung als später. Danach läuft der Hausmeisterservice im Takt, den das Leistungsverzeichnis vorgibt.