Objektbetreuung: das Haus im Blick, ohne selbst hinzufahren
Eine Hausverwaltung kann nicht jede Woche in jedes Haus fahren. Trotzdem muss sie wissen, was dort passiert: ob die Haustür schließt, ob im Keller Wasser steht, ob jemand Sperrmüll im Hof abgeladen hat, ob die Treppenhausbeleuchtung funktioniert und ob die leere Wohnung im dritten Stock noch so aussieht wie bei der letzten Besichtigung. Objektbetreuung ist die Leistung, die diese Fragen regelmäßig beantwortet.
Bei Nuxa Solutions besteht die Objektbetreuung aus festen Bausteinen: dem Kontrollgang nach Checkliste, der Objektbegehung mit ausführlichem Bericht, der Zählerablesung, der Schlüsselverwaltung, der Leerstandsbetreuung und den Wohnungsübergaben. Welche Bausteine Ihr Objekt braucht und in welchem Turnus, legen wir nach einer gemeinsamen Begehung im Leistungsverzeichnis fest.
Der Unterschied zum klassischen Hausmeister liegt im Nachweis. Jeder Kontrollgang erzeugt einen Bericht, jeder Mangel ein Foto mit Uhrzeit und Ort. Die Verwaltung muss nicht nachfragen, ob jemand da war. Sie sieht es.
Objektbetreuung lässt sich mit dem Hausmeisterservice, dem Winterdienst und der Treppenhausreinigung kombinieren. Dann gibt es einen Vertrag, einen Ansprechpartner im Büro und ein Leistungsverzeichnis für das ganze Objekt.
Kontrollgang nach Checkliste
Der Kontrollgang ist das Herzstück der Objektbetreuung. Für jedes Objekt legen wir eine Checkliste an, die alle Punkte enthält, die regelmäßig geprüft werden: Eingänge, Treppenhäuser, Keller, Dachboden, Technikräume, Müllplatz, Fahrradkeller, Hof, Grünflächen, Tiefgarage. Jeder Punkt hat eine kurze Beschreibung, was in Ordnung ist und was nicht.
Beim Kontrollgang geht unser Mitarbeiter die Liste durch. Was in Ordnung ist, wird abgehakt. Was nicht stimmt, wird fotografiert und kommentiert. Kleine Mängel wie eine defekte Lampe, eine klemmende Tür oder ein loses Schild beheben wir direkt. Größere Mängel melden wir an die Verwaltung, mit Foto, Ort und einer Einschätzung, wie dringend sie sind.
Der Turnus richtet sich nach dem Objekt. Bei kleinen Wohnhäusern reicht oft ein Kontrollgang pro Woche. Große Wohnanlagen, Gewerbeobjekte mit Publikumsverkehr oder Häuser mit wiederkehrenden Problemen brauchen mehr. Was vereinbart ist, steht im Leistungsverzeichnis.
- ■Eingänge: Haustür, Schließanlage, Türschließer, Klingel, Briefkästen, Beleuchtung
- ■Treppenhäuser: Beleuchtung, Handläufe, Bodenbeläge, Fenster, Aushänge, Fluchtwege frei
- ■Keller und Dachboden: Feuchtigkeit, Gerüche, Schädlinge, Türen, Beleuchtung, abgestellte Gegenstände
- ■Technikräume: Heizung in Betrieb, Störungsanzeigen, Wasser am Boden, Zugang verschlossen
- ■Müllplatz: Sauberkeit, Füllstand, Fehlwürfe, Sperrmüll
- ■Außenanlagen: Wege, Beleuchtung, Spielplatz, Grünflächen, Zäune, Tore
- ■Tiefgarage: Beleuchtung, Tor, Entwässerung, Verunreinigungen
Objektbegehung mit Bericht
Die Objektbegehung ist gründlicher als der Kontrollgang. Sie findet seltener statt, etwa einmal im Quartal oder einmal im Jahr, und betrachtet das Objekt als Ganzes. Wir gehen durch alle Gemeinschaftsflächen, sehen uns Fassade, Dach von unten, Fenster, Regenrinnen, Fallrohre, Außenanlagen und Technik an und schreiben einen Bericht, der den Zustand beschreibt und Handlungsbedarf aufzeigt.
Für Hausverwaltungen ist dieser Bericht eine Grundlage für die Instandhaltungsplanung und für die Eigentümerversammlung. Er zeigt, welche Mängel sich in den letzten Monaten entwickelt haben, was demnächst ansteht und was beobachtet werden sollte. Jede Feststellung hat ein Foto und eine Ortsangabe.
Wir sind keine Sachverständigen und ersetzen kein Gutachten. Was wir liefern, ist der Blick eines Menschen, der das Haus regelmäßig sieht und Veränderungen bemerkt. Wenn wir einen Mangel sehen, der einen Fachmann braucht, schreiben wir das in den Bericht und empfehlen, wen Sie hinzuziehen sollten.
Viele Verwaltungen nutzen die jährliche Objektbegehung auch, um die Verkehrssicherungspflicht zu dokumentieren. Der Bericht belegt, dass das Objekt regelmäßig geprüft wurde und erkannte Gefahren gemeldet wurden.
Zählerablesung für die Betriebskostenabrechnung
Für die Betriebskostenabrechnung braucht die Verwaltung Zählerstände zu festen Stichtagen: Hauptwasserzähler, Wärmemengenzähler, Allgemeinstrom, Gaszähler, bei manchen Objekten auch Zwischenzähler für Gewerbeeinheiten. Wenn diese Werte fehlen oder geschätzt werden müssen, wird die Abrechnung angreifbar.
Wir lesen die Zähler zu den vereinbarten Stichtagen ab, fotografieren jeden Zählerstand mit Zählernummer und übermitteln die Werte in einer Liste, die Ihre Verwaltung direkt übernehmen kann. Bei einem Mieterwechsel lesen wir die Zähler der Wohnung im Rahmen der Übergabe ab.
Funkablesbare Heizkostenverteiler und Wasserzähler in den Wohnungen werden meist vom Messdienstleister erfasst. Wo das nicht der Fall ist, begleiten wir den Ablesetermin oder übernehmen ihn selbst, wenn das vereinbart ist. Das Foto mit Zählernummer und Datum ist dabei der wichtigste Beleg, falls ein Mieter den Wert später bestreitet.
Schlüsselverwaltung mit Ausgabeliste
Schlüssel sind in der Objektbetreuung ein unterschätztes Risiko. Generalschlüssel, Schlüssel für Technikräume, Keller, Dachboden, Müllplatz und leere Wohnungen gehen durch viele Hände: Hausmeister, Handwerker, Messdienstleister, Makler, Gutachter. Wenn nicht nachvollziehbar ist, wer wann welchen Schlüssel hatte, wird im Verlustfall eine ganze Schließanlage zum Problem.
Wir führen für jedes Objekt eine Schlüsselliste: welcher Schlüssel, welche Nummer, wofür, wo aufbewahrt. Jede Ausgabe an Dritte wird mit Name, Datum, Uhrzeit und Unterschrift dokumentiert, jede Rückgabe ebenso. Generalschlüssel geben wir nur nach Freigabe durch die Verwaltung heraus.
Die Schlüssel bewahren wir in einem gesicherten Schlüsseltresor auf, nicht in einem Fahrzeug oder einer Jackentasche. Wenn wir einen Handwerker in ein Objekt lassen, begleiten wir ihn, öffnen und schließen selbst und dokumentieren den Zeitraum.
Bei Übernahme eines Objekts gleichen wir die vorhandenen Schlüssel mit der Liste der Verwaltung ab. Was fehlt, melden wir sofort. So beginnt die Betreuung mit einem klaren Stand.
Leerstandsbetreuung für leere Wohnungen und Gewerbeeinheiten
Eine leere Wohnung ist kein ruhendes Objekt. Ohne Lüftung entsteht Feuchtigkeit, ohne laufendes Wasser steht es in den Leitungen, ohne Kontrolle bemerkt niemand einen Wasserschaden aus der Wohnung darüber. Bei längerem Leerstand kommen Briefkästen hinzu, die überquellen, und Fenster, die zeigen, dass niemand da ist.
In der Leerstandsbetreuung gehen wir in festen Abständen in die leere Einheit. Wir lüften, lassen das Wasser an allen Entnahmestellen laufen, prüfen Heizung und Fenster, sehen nach Feuchtigkeit und Schäden, leeren den Briefkasten und fotografieren den Zustand. Der Bericht geht an die Verwaltung.
Bei Gewerbeeinheiten kommen oft Schaufenster, Werbeflächen und Zugänge hinzu, die gepflegt aussehen sollen, damit die Einheit vermietbar bleibt. Auch das kann Teil der Leerstandsbetreuung sein.
Wenn die Wohnung saniert werden soll, bevor sie neu vermietet wird, übernehmen wir auf Wunsch die Leerwohnungssanierung: Malerarbeiten, kleine Reparaturen, Reinigung. Die Wohnung ist dann in fünf Werktagen übergabefertig.
Wohnungsübergaben und Wohnungsabnahmen mit Protokoll
Bei jedem Mieterwechsel muss jemand die Wohnung abnehmen und an den neuen Mieter übergeben. Für die Verwaltung sind das Termine, die oft am Abend oder am Samstag liegen, und Gespräche, die schnell strittig werden: Wer hat den Kratzer im Parkett verursacht, waren die Wände so, als der Mieter einzog, fehlt ein Schlüssel?
Wir übernehmen Wohnungsübergaben und Wohnungsabnahmen ab 68 € pro Termin. Dabei gehen wir Raum für Raum durch die Wohnung, halten den Zustand von Wänden, Böden, Türen, Fenstern, Sanitär und Küche fest, fotografieren jeden Mangel, lesen die Zähler ab und dokumentieren die Schlüsselübergabe. Das Protokoll wird vor Ort von beiden Seiten unterschrieben.
Wir entscheiden nicht, wer für einen Schaden aufkommt. Das ist Sache der Verwaltung. Was wir liefern, ist ein Protokoll, das den Zustand so genau beschreibt, dass sich später darüber streiten lässt, ohne über die Tatsachen streiten zu müssen.
Wenn bei der Abnahme Mängel auffallen, die vor dem Einzug behoben werden müssen, schicken wir der Verwaltung gleich eine Aufstellung mit Aufwandsschätzung. Malerarbeiten, Kleinreparaturen und Endreinigung können wir im Anschluss übernehmen.
Mängelmeldung mit Foto, Ort und Uhrzeit
Eine Mängelmeldung, die nur aus dem Satz besteht, im Keller sei etwas feucht, hilft niemandem. Die Verwaltung muss nachfragen, wo genau, wie stark, seit wann. Oft fährt dann doch jemand hin, und der Sinn der Objektbetreuung ist verloren.
Unsere Mängelmeldungen haben deshalb immer dieselbe Form: ein Foto, das den Mangel und seine Umgebung zeigt, die genaue Ortsangabe im Objekt, Datum und Uhrzeit, eine kurze Beschreibung und eine Einschätzung der Dringlichkeit. Bei Mängeln, die sich verändern können, etwa Feuchtigkeit oder Risse, fotografieren wir beim nächsten Kontrollgang erneut, damit die Entwicklung sichtbar wird.
Die Dringlichkeit teilen wir in drei Stufen ein: sofort, weil Gefahr besteht oder Schaden entsteht; bald, weil der Mangel stört oder sich verschlimmert; beobachten, weil er derzeit kein Problem ist. Was bei der Stufe sofort passiert, legen wir im Vertrag fest.
Auf Wunsch sammeln wir alle offenen Mängel eines Objekts in einer laufenden Liste, die Sie jederzeit einsehen können. Erledigte Mängel werden mit Foto des Ergebnisses geschlossen.
| Dringlichkeit | Beispiel | Was passiert |
|---|
| Sofort | Wasseraustritt, blockierter Fluchtweg, offene Elektrik | Absichern, Verwaltung sofort informieren, Fachbetrieb nach Vertragsregel |
| Bald | defekte Beleuchtung, klemmende Haustür, Feuchtefleck | Meldung mit Foto, Behebung im Turnus oder nach Freigabe |
| Beobachten | Haarriss, leichte Verfärbung, Verschleiß | Foto, erneute Prüfung beim nächsten Kontrollgang |
Objektbetreuung Kosten: wie der Preis entsteht
Die Objektbetreuung rechnen wir bei Wohnanlagen meist pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat ab, bei uns ab 0,21 € netto. Dieses Modell hat den Vorteil, dass sich die Kosten einfach auf die Mieter verteilen lassen, soweit sie umlagefähig sind. Bei Gewerbeobjekten vereinbaren wir oft eine Monatspauschale oder einen Stundensatz ab 35 €.
Was den Preis bestimmt, sind vor allem drei Dinge: der Turnus der Kontrollgänge, die Größe und Struktur des Objekts und die Zahl der Bausteine. Ein Haus mit einem Aufgang und wöchentlichem Kontrollgang ist anders zu kalkulieren als eine Wohnanlage mit acht Aufgängen, Tiefgarage und zwei Kontrollgängen pro Woche.
Leistungen wie Wohnungsübergaben, Objektbegehungen mit ausführlichem Bericht oder Leerstandsbetreuung können in der Pauschale enthalten sein oder pro Einsatz berechnet werden. Das hängt davon ab, wie häufig sie anfallen. Im Leistungsverzeichnis steht für jede Position, wie sie abgerechnet wird.
Der Festpreis steht nach der Begehung im Angebot und gilt zwölf Monate. In dieser Zeit ändert sich der Preis nicht, auch wenn Löhne oder Kosten steigen.
Ist Objektbetreuung umlagefähig?
Objektbetreuung ist kein eigener Begriff in der Betriebskostenverordnung. Ob die Kosten auf die Mieter umgelegt werden können, hängt davon ab, welche Tätigkeiten dahinterstehen. Kontrollgänge, die der Sicherheit und Ordnung des Gebäudes dienen, das Bereitstellen der Mülltonnen, die Bedienung und Überwachung der Haustechnik und vergleichbare Hauswartaufgaben sind in der Regel umlagefähig.
Nicht umlagefähig sind Verwaltungstätigkeiten. Dazu können Wohnungsübergaben, die Vorbereitung der Betriebskostenabrechnung oder die Betreuung von Leerstand zählen, wenn sie eher der Vermietung als dem Gebäude dienen. Auch Reparaturen gehören nicht in die Umlage.
Weil diese Grenze nicht immer eindeutig ist, trennen wir die Positionen im Leistungsverzeichnis und auf jeder Rechnung. Ihre Verwaltung entscheidet dann, welche Beträge in die Nebenkostenabrechnung gehen. Wir geben keine Rechtsberatung, aber wir sorgen dafür, dass die Zahlen sauber getrennt vorliegen.
Objektbetreuung im Berliner Altbau
Der Berliner Altbau stellt an die Objektbetreuung eigene Anforderungen. Vorderhaus, Seitenflügel und Quergebäude haben oft getrennte Treppenhäuser, getrennte Keller und einen gemeinsamen Hof. Die Kellerräume sind älter, oft feucht und schlecht beleuchtet. Holztreppen, Kastenfenster, Stuck und alte Türen brauchen einen anderen Blick als glatte Neubauflächen.
Beim Kontrollgang im Altbau achten wir besonders auf Feuchtigkeit in Kellern und an Außenwänden, auf den Zustand der Holztreppen und Handläufe, auf Hoftore und Durchgänge, auf Dachrinnen und Fallrohre im Hof und auf Schädlinge, die sich in alten Kellern gern einnisten. Im Hof sind Mülltonnen, Fahrräder und Kinderwagen oft eng beieinander, was die Fluchtwege betrifft.
In vielen Altbauten in Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln, Schöneberg oder Charlottenburg wohnen Mieter und Eigentümer nebeneinander, und die Erwartungen an das Haus sind unterschiedlich. Eine Objektbetreuung, die regelmäßig da ist und dokumentiert, nimmt viel Druck aus solchen Hausgemeinschaften.
Objektbetreuung für Gewerbeobjekte und gemischte Häuser
Bürohäuser, Gewerbehöfe, Ärztehäuser und Häuser mit Läden im Erdgeschoss brauchen eine Objektbetreuung, die sich nach den Geschäftszeiten richtet. Der Kontrollgang findet idealerweise vor Geschäftsbeginn statt, damit Mängel behoben sind, bevor Kunden oder Patienten kommen. Eingangsbereiche, Aufzüge, Sanitäranlagen in Gemeinschaftsflächen und Tiefgaragen stehen im Mittelpunkt.
In gemischt genutzten Häusern mit Wohnungen und Gewerbe kommen unterschiedliche Erwartungen zusammen: Die Gewerbemieter brauchen Ordnung am Eingang, die Wohnmieter Ruhe am Abend. Die Objektbetreuung regelt beides im Leistungsverzeichnis, etwa durch getrennte Kontrollpunkte und Zeitfenster.
Für Gewerbemieter ist die Dokumentation besonders wichtig, weil sie Ausfälle oft direkt als Umsatzverlust spüren. Eine Mängelmeldung mit Foto und Uhrzeit hilft der Verwaltung, schnell zu reagieren und gegenüber dem Mieter belegen zu können, wann was gemeldet und erledigt wurde.
Was Objektbetreuung nicht ist
Objektbetreuung ist keine Hausverwaltung. Wir schließen keine Mietverträge, erstellen keine Abrechnungen, führen keine Eigentümerversammlungen und verwalten keine Gelder. Das bleibt Aufgabe Ihrer Verwaltung. Was wir tun, ist ihr Auge und ihre Hand vor Ort.
Objektbetreuung ist auch kein Wachdienst. Wir kommen zu festen Zeiten, nicht rund um die Uhr, und wir greifen nicht in Konflikte zwischen Mietern ein. Wenn wir bei einem Kontrollgang auf etwas stoßen, das nach Polizei oder Feuerwehr verlangt, rufen wir sie und informieren Sie.
Und Objektbetreuung ist kein technisches Facility Management im großen Stil. Für komplexe Gebäudetechnik, Lüftungsanlagen oder Gebäudeleittechnik braucht es Fachbetriebe mit eigener Zulassung. Wir koordinieren diese Betriebe, wenn es vereinbart ist, und kontrollieren zwischen den Wartungsterminen, ob alles läuft.
Diese Abgrenzung schreiben wir ins Leistungsverzeichnis, damit nie unklar ist, wer wofür zuständig ist.
Objektbetreuung für mehrere Objekte einer Hausverwaltung
Hausverwaltungen mit vielen Objekten haben ein eigenes Problem: Jedes Haus hat einen anderen Hausmeister, andere Abläufe, andere Berichte und andere Rechnungen. Wer zwanzig Objekte betreut, verbringt viel Zeit damit, zwanzig verschiedene Arbeitsweisen zu verstehen.
Wenn wir mehrere Objekte einer Verwaltung übernehmen, arbeiten wir überall nach denselben Regeln. Jedes Objekt hat seine eigene Checkliste, aber der Aufbau der Berichte, die Form der Mängelmeldungen, die Freigabegrenze und die Abrechnung sind gleich. Für Ihre Sachbearbeiter heißt das: Sie lernen eine Arbeitsweise und finden sich in jedem Objekt zurecht.
Die Objekte fassen wir in einem Rahmenvertrag zusammen. Preise, Vertretungsregel, Nachbesserung und Zahlungsziel gelten für alle Objekte gleich. Neue Objekte kommen mit einer Begehung und einem eigenen Leistungsverzeichnis hinzu, zu den Bedingungen des Rahmenvertrags. Wenn ein Objekt aus Ihrer Verwaltung ausscheidet, endet die Betreuung nach der vereinbarten Frist, ohne den Rest zu berühren.
Ihr Ansprechpartner im Büro ist für alle Objekte derselbe. Er kennt die Besonderheiten jedes Hauses und weiß, welche Mängel offen sind.
Berichte und Nachweise: was Sie von uns bekommen
Am Ende zählt in der Objektbetreuung, was bei Ihnen ankommt. Wir liefern drei Arten von Nachweisen. Der Kontrollgang-Bericht zeigt pro Termin die geprüften Punkte, die Fotos und die festgestellten Mängel. Die Mängelliste sammelt alle offenen Punkte eines Objekts mit Status, bis sie erledigt sind. Und die Rechnung nach jeder abgeschlossenen Arbeit enthält das Fotoprotokoll der Leistung.
Alle Nachweise kommen in einer Form, die Ihre Verwaltung weiterverwenden kann: als PDF für die Akte, als Liste für die eigene Software, als Foto für die Antwort an einen Mieter. Wir schicken keine Fotos ohne Ortsangabe und keine Berichte ohne Datum.
Auf Wunsch fassen wir die Berichte eines Jahres für die Eigentümerversammlung zusammen. Dann sehen die Eigentümer, wie oft das Objekt kontrolliert wurde, welche Mängel aufgetreten sind und was erledigt wurde.
Objektbetreuung für Eigentümergemeinschaften
In einer Wohnungseigentümergemeinschaft gehören Treppenhaus, Keller, Dach, Fassade, Hof und Technik allen Eigentümern gemeinsam. Die Verwaltung handelt im Auftrag der Gemeinschaft, aber jeder Eigentümer will wissen, wofür das Hausgeld ausgegeben wird. Gerade in kleineren Berliner Eigentümergemeinschaften, in denen einige Eigentümer selbst im Haus wohnen, wird die Arbeit des Hausmeisters genau beobachtet.
Die Objektbetreuung schafft hier Transparenz. Jeder Kontrollgang ist dokumentiert, jeder Mangel hat ein Foto, jede Reparatur eine Rechnung mit Fotoprotokoll. Wenn ein Eigentümer fragt, warum die Haustür immer noch klemmt, kann die Verwaltung zeigen, wann der Mangel gemeldet wurde und ob die Freigabe noch aussteht.
Für die Eigentümerversammlung bereiten wir auf Wunsch eine Übersicht vor: Zahl der Kontrollgänge, gemeldete und erledigte Mängel, offene Punkte, Empfehlungen für die Instandhaltung. Das erleichtert Beschlüsse über größere Maßnahmen, weil die Eigentümer sehen, wie sich ein Mangel über die Monate entwickelt hat.
Wichtig für Eigentümergemeinschaften ist auch die Trennung zwischen Gemeinschaftseigentum und Sondereigentum. Wir betreuen die gemeinschaftlichen Flächen. Arbeiten in einzelnen Wohnungen übernehmen wir nur im Auftrag des jeweiligen Eigentümers oder der Verwaltung, und wir rechnen sie getrennt ab.
Objektbetreuung im Jahreslauf
Ein Objekt braucht im Januar andere Aufmerksamkeit als im Juli. Die Objektbetreuung folgt deshalb nicht nur einem Wochenplan, sondern auch einem Jahresplan, der saisonale Aufgaben enthält.
Im Herbst stehen Laub, Dachrinnen, Fallrohre und Hofabläufe im Vordergrund, dazu die Vorbereitung auf den Winter: Streugut bereitstellen, Außenwasserhähne absperren, Kellerfenster schließen. Im Winter kommen der Winterdienst, die Kontrolle auf Frostschäden und die Heizung hinzu. Im Frühjahr wird Splitt beseitigt, Außenanlagen werden nach dem Winter geprüft, und die Grünpflege beginnt. Im Sommer geht es um Rasen, Hecken, Lüftung von Kellern und die Kontrolle von Spielplätzen, die dann viel genutzt werden.
Zu den Stichtagen der Betriebskostenabrechnung, meist zum Jahreswechsel, kommt die Zählerablesung. Wir tragen alle diese Termine in den Plan Ihres Objekts ein, damit keiner vergessen wird.
Ein Ansprechpartner im Büro für die Objektbetreuung
Wer heute bei einem Dienstleister anruft, landet oft in einer Warteschleife oder bei jemandem, der das Objekt nicht kennt. Für eine Hausverwaltung, die schnell eine Antwort braucht, ist das verlorene Zeit.
In der Objektbetreuung bekommen Sie einen festen Ansprechpartner in unserem Büro. Er kennt Ihre Objekte, die offenen Mängel, die Besonderheiten jedes Hauses und die Regeln Ihres Vertrags. Er nimmt Aufträge an, beantwortet Fragen zu Berichten und Rechnungen und sorgt dafür, dass Meldungen, die eine Entscheidung brauchen, bei Ihnen ankommen.
Wer an einem bestimmten Tag im Objekt arbeitet, planen wir im Hintergrund. Für Sie bleibt der Ansprechpartner derselbe, auch wenn vor Ort jemand anderes die Vertretung übernimmt.
So beginnt die Objektbetreuung
Innerhalb einer Woche nach Ihrer Anfrage machen wir eine Begehung des Objekts, mit Ihnen oder einem Vertreter der Verwaltung. Wir sehen uns alle Bereiche an, fragen nach bekannten Problemen und nehmen die Schlüsselsituation auf. Fünf Werktage später haben Sie das Leistungsverzeichnis mit Checkliste, Turnus und Festpreis.
Nach Ihrer Unterschrift planen wir das Personal für Ihr Objekt. Vier Wochen später beginnt die Betreuung. Beim ersten Kontrollgang dokumentieren wir den Ausgangszustand vollständig mit Fotos, damit für beide Seiten klar ist, was vorher schon war.
In den ersten Wochen stimmen wir die Checkliste mit Ihnen nach. Manches stellt sich als wichtiger heraus als gedacht, anderes fällt weg. Danach läuft die Objektbetreuung im festen Takt.