Betten und Matratzen in Serie
Das Bett ist das wichtigste Möbel eines Gästezimmers und das, bei dem Fehler am schnellsten in Bewertungen landen. Ein Boxspringbett, dessen Kopfteil wackelt, ein Bettgestell, das bei jeder Bewegung knarrt, eine Matratze, die nicht zum Rahmen passt: Solche Dinge bemerkt ein Gast in der ersten Nacht.
Wir montieren Betten nach Herstelleranleitung, ziehen alle Verbindungen nach, befestigen Kopfteile an der Wand, wenn das vorgesehen ist, und prüfen jedes Bett durch Belastung auf Geräusche. Matratzen und Topper legen wir auf und entfernen die Schutzfolien erst kurz vor der Endreinigung, damit sie nicht staubig werden. Bettfüße mit Filz- oder Gleitern verhindern Kratzer im Boden. Bei Doppelbetten, die aus zwei Einzelbetten bestehen, verbinden wir die Rahmen so, dass sie sich bei der Reinigung nicht verschieben.
Vorhänge, Verdunkelung und Vorhangschienen
Verdunkelung ist in Berliner Stadthotels wichtig, weil Straßenlaternen und Werbetafeln nachts ins Zimmer leuchten und im Sommer die Sonne früh aufgeht. Eine Verdunkelung, die an der Seite einen Spalt lässt, ist für viele Gäste ein Grund zur Beschwerde.
Wir montieren Vorhangschienen an Decke oder Wand nach Plan, achten auf Überstand zu beiden Seiten des Fensters und setzen die Schiene so, dass Vorhänge und Verdunkelung ohne Lücke schließen. Vorhänge hängen wir ein, richten die Falten und prüfen die Länge über dem Boden. Motorisierte Vorhänge schließen wir an vorhandene Steckdosen an; feste Anschlüsse und die Einbindung in die Zimmersteuerung übernimmt der Elektrofachbetrieb.
Leuchten und Elektrogeräte im Zimmer
Ein Gästezimmer hat oft mehr Leuchten als eine Wohnung: Deckenleuchte, Leselampen am Bett, Schreibtischleuchte, Stehleuchte, Spiegelleuchte im Bad, manchmal indirekte Beleuchtung hinter dem Kopfteil. Leuchten mit Stecker stellen und schließen wir an, richten sie aus und prüfen die Funktion. Fest anzuschließende Leuchten setzen wir mechanisch vor, den elektrischen Anschluss übernimmt ein Berliner Elektrofachbetrieb, mit dem wir die Termine abstimmen.
Elektrogeräte wie Fernseher, Kühlschrank, Wasserkocher, Kaffeemaschine und Föhn packen wir aus, prüfen die Funktion, entfernen Schutzfolien und Aufkleber und stellen sie nach Datenblatt auf. Seriennummern notieren wir im Inventarprotokoll.
Lobby, Frühstücksraum und Gemeinschaftsflächen
Die öffentlichen Bereiche eines Hauses sind seine Visitenkarte. Hier sitzt der Gast beim Check-in, hier frühstückt er, hier arbeitet er abends noch am Laptop. Die Einrichtung ist meist individuell geplant, mit Möbeln aus mehreren Quellen, Einbauten vom Tischler und Dekoration, die ein Innenarchitekt ausgewählt hat.
Wir montieren und stellen diese Bereiche nach Plan und in enger Abstimmung mit dem Innenarchitekten. Lose Möbel stellen wir nach Möblierungsplan, schwere Regale und Raumteiler sichern wir an Wand oder Boden, Bilder und Spiegel hängen wir nach Hängeplan. Weil öffentliche Bereiche oft als letztes fertig werden, weil dort am längsten gebaut wird, planen wir sie am Ende des Ablaufs und halten dafür Zeit vor.
Schutz von Böden, Wänden und neuen Möbeln
In einem frisch fertiggestellten Haus ist alles neu und alles empfindlich: Parkett, Teppich, frisch gestrichene Wände, lackierte Türen, Aufzugskabinen. Eine Palette, die über den Flur gezogen wird, oder ein Karton, der an einer Ecke anstößt, hinterlässt Spuren, die vor der Eröffnung niemand mehr ausbessern will.
Wir schützen vor Beginn die Laufwege mit Bodenschutz, Ecken und Türzargen mit Kantenschutz und Aufzugskabinen mit Schutzmatten. Neue Möbel bleiben in ihrer Schutzfolie, bis das Zimmer fertig ist, und werden erst vor der Endreinigung ausgepackt. Schäden, die vor unserer Arbeit bestanden, fotografieren wir bei der Begehung, damit später klar ist, was wann passiert ist.
Verpackung trennen und Altmöbel weitergeben
Bei der Einrichtung eines Hauses mit hundert Zimmern fallen viele Kubikmeter Verpackung an. Wir trennen sie während der Arbeit nach Pappe, Folie, Styropor, Holz und Restmüll, damit sie über Container entsorgt und verwertet werden kann. Paletten geben wir, wenn möglich, an den Lieferanten zurück.
Bei Neueinrichtungen im Bestand fallen außerdem Altmöbel an, die oft noch brauchbar sind. Auf Ihren Wunsch stellen wir sie für einen Weiterverkauf, eine Spende oder eine Abholung durch einen Händler bereit, statt sie direkt zu entsorgen. Den Abnehmer bestimmen Sie.
Datenblätter und Inventar nach der Eröffnung pflegen
Ein Zimmerdatenblatt ist nur so gut wie seine Aktualität. Wenn nach einem Jahr Leuchten getauscht, Bilder ersetzt oder ein Zimmertyp umgestaltet wird, muss das Datenblatt mitwachsen, sonst sieht das nächste ersetzte Teil wieder anders aus.
Im Rahmenvertrag nach der Eröffnung pflegen wir die Datenblätter und Inventarlisten mit. Jede Änderung, die wir ausführen, tragen wir ein, mit Datum und Foto. So haben Sie auch Jahre nach der Eröffnung eine aktuelle Beschreibung jedes Zimmertyps, die Sie für Neubestellungen, Versicherungsfragen oder eine spätere Neueinrichtung nutzen können.
Badausstattung: Accessoires, Spiegel, Haken
Auch im Bad eines Gästezimmers wird montiert, nachdem die Sanitärinstallation fertig ist: Handtuchhalter, Handtuchheizkörper-Ablagen, Spiegel, Kosmetikspiegel, Seifenspender, Toilettenpapierhalter, Haken an der Tür, Ablagen in der Dusche, Föhnhalter. Diese Teile werden täglich benutzt und an manchen zieht der Gast mit ganzem Gewicht.
Wir bohren in Fliesen mit Fliesenbohrer, in der Fuge oder im Fliesenfeld je nach Vorgabe, und dichten die Bohrungen in Spritzwasserbereichen ab, damit keine Feuchtigkeit in die Wand gelangt. Vor jeder Bohrung orten wir Leitungen, denn im Bad liegen Wasserrohre und Stromleitungen dicht beieinander. Positionen und Höhen kommen aus dem Zimmerdatenblatt, damit jedes Bad gleich ausgestattet ist.
Wie lange die Einrichtung eines Zimmers dauert
Der Zeitbedarf hängt vom Zimmertyp ab. Ein einfaches Zimmer in einem Co-Living-Haus mit Bett, Schrank, Schreibtisch und Regal ist schneller eingerichtet als ein Hotelzimmer mit Kopfteil, Wandfernseher, Verdunkelung, Safe, Minibar und vollständiger OS&E. Ein Apartment mit Kitchenette braucht noch einmal deutlich mehr, weil Küchenmontage und Küchenausstattung dazukommen.
Bei der Begehung und nach Durchsicht der Stücklisten nennen wir Ihnen einen Zeitplan pro Zimmertyp und für das ganze Haus. Er berücksichtigt das Musterzimmer, die Montage in Serie, die Endreinigung und die Übergabe. Mit diesem Zeitplan können Sie rückwärts rechnen, wann die Lieferungen spätestens im Haus sein müssen, damit das Eröffnungsdatum hält.
Zusammenarbeit mit Innenarchitekten und FF&E-Beschaffern
Innenarchitekten und FF&E-Beschaffer arbeiten oft überregional und haben in Berlin kein eigenes Montageteam. Für sie sind wir der Partner vor Ort, der ihre Planung so umsetzt, wie sie gedacht ist. Wir arbeiten mit ihren Plänen, Stücklisten und Hängeplänen, stimmen das Musterzimmer mit ihnen ab und melden Abweichungen zwischen Plan und Bau, bevor wir eine Lösung umsetzen.
Auf Wunsch schicken wir dem Planer täglich den Fortschritt mit Fotos, damit er nicht für jede Frage nach Berlin reisen muss. Gegenüber dem Betreiber treten wir im Auftrag des Planers oder direkt auf, je nachdem, wer uns beauftragt. Die Rechnung geht an den Auftraggeber, nach jedem übergebenen Abschnitt.
Kitchenettes im Objekt: Montage und Ausstattung in einem Durchgang
In Serviced Apartments und Boardinghouses ist die Kitchenette der aufwendigste Teil der Einrichtung. Sie wird montiert wie eine kleine Einbauküche, mit Arbeitsplatte, Spüle, Kochfeld und Kühlschrank, und braucht Wasser, Abfluss und den Herdanschluss durch den Elektrofachbetrieb. Danach kommt die Küchenausstattung, die vollständig sein muss, damit ein Gast für eine Woche kochen kann.
Wir übernehmen beides im selben Durchgang. Ein Team montiert die Kitchenette, prüft die Dichtigkeit, und nach dem Herdanschluss räumt es Töpfe, Geschirr, Besteck und Kleingeräte nach Liste ein. Das Ergebnis ist ein Apartment, in dem kein zweites Gewerk mehr nachkommen muss. Abgerechnet wird die Kitchenette nach der Preisliste für Küchenmontage, die Ausstattung im Festpreis pro Apartment.
Teppiche, Läufer und Bodenschutz unter Möbeln
Lose Teppiche und Läufer gehören in vielen Konzepten zur Einrichtung. Wir legen sie nach Plan, sichern sie mit Antirutschunterlagen gegen Verrutschen und Stolpern und richten sie zu Bett und Möbeln aus. Unter allen Möbeln, die auf Parkett, Vinyl oder Teppich stehen, setzen wir passende Gleiter oder Unterlagen, damit sich keine Druckstellen bilden und das Housekeeping Möbel zum Reinigen bewegen kann, ohne den Boden zu beschädigen.
Dekoration und letzte Details
Am Ende der Einrichtung stehen die Details, die ein Zimmer fertig wirken lassen: Kissen auf dem Bett, Dekoobjekte im Regal, Pflanzen, Infomappe auf dem Schreibtisch, Fernbedienung auf dem Nachttisch. Wir platzieren diese Dinge nach den Fotos des Musterzimmers, damit jedes Zimmer dasselbe Bild ergibt. Was fehlt oder nicht zur Planung passt, melden wir dem Innenarchitekten mit Foto, bevor das Zimmer abgenommen wird.
Ersatzteile und Reservebestand
Für den Betrieb lohnt es sich, von Anfang an einen kleinen Reservebestand anzulegen: einige Fronten, Griffe, Leuchtmittel, Bügel, Vorhanghaken, Schrauben und Beschläge, die im Haus verbaut sind. Wir stellen bei der Einrichtung zurückgelegte Teile auf Wunsch in einem Lagerraum zusammen und listen sie auf, damit bei einem Schaden nicht erst nachbestellt werden muss.
Abnahme durch den Betreiber: wie wir sie vorbereiten
Die Abnahme eines Zimmers durch den Betreiber geht schneller, wenn sie gut vorbereitet ist. Wir gehen jedes Zimmer vorher selbst mit derselben Checkliste ab, die Sie verwenden, und beheben, was uns auffällt. Erst dann melden wir das Zimmer als abnahmebereit.
Bei der gemeinsamen Abnahme liegt das Zimmerprotokoll mit Fotos und Inventarliste bereit. Was Ihnen noch auffällt, kommt als offener Punkt ins Protokoll und wird in der Regel am selben oder nächsten Tag erledigt. Ein Zimmer gilt erst als übergeben, wenn alle offenen Punkte abgehakt sind.